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  • Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich, Frankfurt an der Oder, Delin.VI,2,11
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Zeichnungen

Zeichnungen - Die Sammlungen Delin.I bis Delin.XI

Die Signaturengruppe «Delin.» beherbergt den kostbarsten Teil der grafischen Schätze der UB, unter anderem Zeichnungen und Skizzen so bekannter Künstler wie Jan Breughel und Balthasar Neumann. Die insgesamt 11 Sammlungen haben allerdings außer dem identischen Signaturanfang nicht viel gemeinsam: das Spektrum reicht von Architektur- und Gebäudeskizzen über Tier- und Pflanzenzeichnungen, Porträts und Ortsansichten bis zu kolorierten Federzeichnungen technischer Maschinen.

In der Sammlung Delin.I finden sich insgesamt 196 Pläne für den Neubau des Klosters Ebrach und seiner Höfe aus dem 17./18. Jahrhundert, überwiegend von Leonhard Dientzenhofer erstellt. 

Die Sammlung Delin.II beinhaltet insgesamt 166 Architekturskizzen. Sie stammen nicht nur aus dem Bereich des alten Hochstifts, sondern auch aus Bamberg, Mainz, Worms, Ehrenbreitstein und Schönbornlust bei Koblenz – dem Einflussbereich der Schönbornbischöfe. Die Zeichnungen sind aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

In der Graphiksammlung der Universitätsbibliothek Würzburg befinden sich 165 Skizzenblätter aus dem Nachlass Balthasar Neumanns (Delin.III). Sie sind einer der wichtigsten zeichnerischen Architekten-Nachlässe des 17. und 18. Jahrhunderts in Europa. Dieses sogenannte Skizzenbuch Balthasar Neumanns enthält allerdings nur wenige Skizzen des Meisters selbst, der größte Teil stammt von Künstlern, die bei der Gestaltung der Würzburger Residenz und des Schlosses Weißenstein in Pommersfelden mitgewirkt haben. Zu nennen wären hier die Bildhauer Jakob und Johann Wolfgang van der Auvera, Claude Curé und Balthasar Esterbauer, die Stukkatoren Antonio Bossi und Daniel Schenk, die Maler Johann Rudolf Byss, Wolfgang Högler d. Ä., Anton Clemens Lünenschloß sowie der Schlosser Johann Georg Oegg.

Die fünf klassischen Säulenordnungen sind das wichtigste Gliederungssystem der antiken und neuzeitlichen Architektur von der Renaissance bis zum frühen 20. Jahrhundert. In Delin.IV finden sich dazu insgesamt 20 Zeichnungen und Skizzen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In Delin.IV können Sie dazu insgesamt 20 Zeichnungen und Skizzen aus dem 18. und 19. Jahrhundert entdecken.

Bei Delin.V handelt es sich um einen Band mit kolorierten Federzeichnungen des berühmten Mathematikers und Physikers Kaspar Schott aus dem 17. Jahrhundert: «Machinae Artificiales, R. P. Gasparis Schotti Socis Jesu Mathematici Herbipolensis».
Auf dem Portal Kaspar Schott können Sie 25 Skizzen von Kraft- und Wassermaschinen, Hebe- und Mühlenwerke Kaspar Schotts studieren; einige davon sind mit Animationen versehen.

Das Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich ist das berühmteste Stück der Würzburger Grafiksammlung. Viele der darin enthaltenen Ansichten sind die frühesten bekannten Darstellungen der besuchten Orte. Die 50 Federzeichnungen, die mit Wasser- und Deckfarben ausgemalt und mit Goldhöhung versehen sind, entstanden auf der Grundlage von Skizzen, die ein anonymer Künstler vor Ort während der Reise durch Ostdeutschland, Tschechien und Polen anfertigte.
Auf www.ottheinrich.info und in der Pictothek  können Sie die Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich online achvollziehen.

Der Großteil dieser überwiegend lavierten Federzeichnungen stammt wohl von Nürnberger Meistern, einige Zeichnungen wurden aber auch von niederländischen Künstlern angefertigt. Sie möchten mehr über diese Sammlung erfahren? Suchen Sie einfach in der Pictothek danach, alle 782 Zeichnungen sind bereits online in unserer Bilddatenbank verfügbar.

Delin.VIII beinhaltet 15 Skizzen Anton Daugs für einen geplanten Neubau der Universitätsbibliothek Würzburg aus dem Jahr 1811, die allerdings nie umgesetzt wurden. Anton Daug hatte bei Friedrich Weinbrenner, einem der großen Baumeister des Klassizismus, in Karlsruhe studiert und wurde 1827 zum staatlichen Würzburger Baukondukteur ernannt. Charakteristisch für Daugs spätklassizistisch-biedermeierliche Auffassung ist das ehemalige Restaurant im Platz'schen Garten in Würzburg, dessen Bau 1826 realisiert wurde.

In dieser Sammlung finden Sie den Baubescheid und die 11 Entwürfe von Franz Ignaz Michael für die Würzburger Jesuitenkirche aus dem Jahre 1765.

Dieses Konvolut besteht aus insgesamt 82 Pflanzen- und Tierzeichnungen des Johann Rudolf Byss, Kabinettmaler im Dienste des Mainzer Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn. In späteren Jahren war er in leitender Position für die Innenausstattung der Würzburger Residenz verantwortlich.

Umfasst einen Pappband mit 50 Radierungen von Giovanni Battista Tiepolo und Giandomenico Tiepolo aus dem 18. Jahrhundert, die auch die weltberühmten Fresken im Kaisersaal und im Treppenhaus der Würzburger Residenz geschaffen haben.

Wie sind diese Sammlungen verzeichnet?

Wir bemühen uns sukzessive um eine Erschließung dieser elf Konvolute in der Pictothek. Ist die Sammlung bereits in unserer Bilddatenbank enthalten, verlinken wir bei der jeweiligen Beschreibung darauf. Bei den noch nicht erschlossenen Sammlungen helfen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Abteilung Handschriften und Alte Drucke gerne weiter.
 

Wie können Sie diese Sammlungen im Original einsehen?

Sie stellen einen schriftlichen Antrag (PDF, 74 KB), nennen dabei ihre wissenschaftliche Referenz und legen Ihren Personalausweis oder Reisepass vor.

In einigen Fällen können wir Ihnen das Original aus konservatorischen Gründen möglicherweise nicht vorlegen. Bitte kontaktieren Sie uns daher vor Ihrem Besuch.