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Topographien von Flucht und Vertreibung

Ausstellung von Kunstwerken syrischer und irakischer Flüchtlinge vom 30. September bis 30. November 2022 im Treppenhaus der Zentralbibliothek am Hubland

Die Kunstausstellung „Topographien von Flucht und Vertreibung“ bringt den Besucher*innen die Erfahrungen und Erlebnisse syrischer und irakischer Flüchtlinge näher. Die ausgestellten Bilder wurden von syrischen und irakischen Frauen geschaffen, die nach Deutschland, Großbritannien und Jordanien geflüchtet sind. Anhand der Technik des sogenannten body-mapping drücken die Frauen ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung aus. Dabei werden die Konturen des menschlichen Körpers auf eine Leinwand skizziert und die abgebildeten Körper dann mit Symbolen, Objekten und Bildern gefüllt, die die Topographien von Flucht und Vertreibung der Flüchtlingsfrauen bildlich darstellen: ihre persönlichen Traumata, ihren Verlust der Heimat und ihre mit der Flucht verbundenen Hoffnungen und Erwartungen.

Die Ausdruckskraft der von den Flüchtlingsfrauen geschaffenen Kunstwerke wird zusätzlich mit der Technik der augmented reality verstärkt. Weitere Hintergrundinformationen über die Bilder, über den Kontext der bildlichen Ausdrucksformen sowie über die Frauen und ihren Familien selbst werden durch eine auf dem Handy installierte App sichtbar gemacht. Durch das Mittel der augmented reality werden die Bilder quasi zum Leben erweckt.

Die Kunstausstellung ist Teil eines Forschungsprojektes der JMU-Alumna Yafa Shanneik über syrische und irakische Flüchtlinge in Deutschland, Großbritannien und Jordanien, das von der British Academy finanziert und an der Universität Birmingham in Großbritannien durchgeführt wird.

Für das Erleben der augmented reality ist die App „Artivive“ notwendig, die kostenlos bei Google Play oder im Apple-App-Store verfügbar ist.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Zentralbibliothek am Hubland besucht werden: Montag bis Freitag von 8:30 bis 24:00 und samstags/sonntags von 9:00 bis 22:00 Uhr.

Die Ausstellung kann auch online besichtigt werden unter https://artspaces.kunstmatrix.com/en/exhibition/8197384/narratives-of-displacement

Kuratorin der Ausstellung und Leiterin des Forschungsprojekts

Prof. Dr. Yafa Shanneik ist Dozentin für Islamwissenschaft an der Universität Birmingham in Großbritannien. Zurzeit hat sie eine Gastprofessur an der Lund Universität in Schweden inne. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den Verbindungen zwischen Gender und Migration im zeitgenössischen Islam. Ihr besonderes Interesse liegt dabei auf transnationale Verbindungen und Netzwerke muslimischer Frauen zwischen Europa und dem Nahen Osten. Prof. Dr. Shanneik unternahm dabei ethnographische Forschung in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens (Iran, Kuwait, Bahrain und Jordanien) und Europas (Deutschland, Großbritannien und Schweden).

Kontakt: Prof. Dr. Yafa Shanneik, yafa.shanneik@ctr.lu.se