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Topographien von Flucht und Vertreibung

Ausstellung von Kunstwerken syrischer und irakischer Flüchtlinge vom 29. September bis 30. November 2022 im Treppenhaus der Zentralbibliothek am Hubland

Die Kunstausstellung „Topographien von Flucht und Vertreibung“ bringt den Besucher*innen die Erfahrungen und Erlebnisse syrischer und irakischer Flüchtlinge näher. Die ausgestellten Bilder wurden von syrischen und irakischen Frauen geschaffen, die nach Deutschland, Großbritannien und Jordanien geflüchtet sind. Anhand der Technik des sogenannten body-mapping drücken die Frauen ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen von Krieg, Flucht und Vertreibung aus. Dabei werden die Konturen des menschlichen Körpers auf eine Leinwand skizziert und die abgebildeten Körper dann mit Symbolen, Objekten und Bildern gefüllt, die die Topographien von Flucht und Vertreibung der Flüchtlingsfrauen bildlich darstellen: ihre persönlichen Traumata, ihren Verlust der Heimat und ihre mit der Flucht verbundenen Hoffnungen und Erwartungen.

Die Ausdruckskraft der von den Flüchtlingsfrauen geschaffenen Kunstwerke wird zusätzlich mit der Technik der augmented reality verstärkt. Weitere Hintergrundinformationen über die Bilder, über den Kontext der bildlichen Ausdrucksformen sowie über die Frauen und ihre Familien werden durch eine auf dem Handy installierte App sichtbar gemacht. Durch das Mittel der augmented reality werden die Bilder quasi zum Leben erweckt.

Die Kunstausstellung ist Teil eines Forschungsprojektes der JMU-Alumna Yafa Shanneik über syrische und irakische Flüchtlinge in Deutschland, Großbritannien und Jordanien, das von der British Academy finanziert und an der Universität Birmingham in Großbritannien durchgeführt wird.

Für das Erleben der augmented reality ist die App „Artivive“ notwendig, die kostenlos bei Google Play oder im Apple-App-Store verfügbar ist.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Zentralbibliothek am Hubland besucht werden: Montag bis Freitag von 8:30 bis 24:00 und samstags/sonntags von 9:00 bis 22:00 Uhr.

Die Ausstellung kann auch online besichtigt werden unter https://artspaces.kunstmatrix.com/en/exhibition/8197384/narratives-of-displacement

Eröffnet wird die Ausstellung am 29.09.2022 um 17:00 Uhr in der Zentralbibliothek am Hubland. Anmeldung zur Ausstellungseröffnung mit Führung/Rundgang unter https://go.uniwue.de/ausstellungseroeffnung

Ausstellung immersiv erleben

An einzelnen Terminen während des Ausstellungszeitraums ist es möglich, die in den Bildern dokumentierten Erzählungen und Erinnerungen von Flüchtlingen, die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung von Menschen aus Syrien und Irak aus deren eigenen Perspektiven mittels virtueller Realität zu erleben. Anders als bei anderen VR-Produktionen kommen keine Avatare oder Computeranimationen zum Einsatz, sondern reales Filmmaterial, um die Flüchtlingserfahrungen darzustellen. Es ist eine neue Art von immersiver Körpererfahrung, in der die Erzählungen und Erfahrungen aus der Ich-Perspektive der Geflohenen wiedergegeben werden. Das VR-Erlebnis wurde von den Flüchtlingen in Jordanien mitproduziert und spiegelt die Erfahrungen von Flüchtlingen wider, die nicht in Flüchtlingslagern leben, sondern versuchen, sich in die jordanische Gesellschaft zu integrieren. Die einzigartige immersive Körpererfahrung spricht alle Sinne an: Die Welt der Flüchtlinge, ihr Lebensalltag und Erinnerungen werden gesehen, gehört, gefühlt und gerochen.
Da das VR-Erlebnis individuell begleitet wird, ist eine Teilnahme nur nach vorheriger Buchung eines Zeitslots möglich. Das VR-Erlebnis findet im Foyer der Zentralbibliothek am Hubland statt.

Die Termine im Einzelnen:
Vom 29.09. bis 02.10.2022 jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr und am 30.11.2022 von 9:00 bis 18:00 Uhr. Buchung der Zeitslots ist möglich über WhatsApp: 0046-707321980, oder per E-Mail:
yafa.shanneik@ctr.lu.se

Kuratorin der Ausstellung und Leiterin des Forschungsprojekts

Prof. Dr. Yafa Shanneik ist Alumna der Universität Würzburg und Dozentin für Islamwissenschaft an der Universität Birmingham in Großbritannien. Zurzeit hat sie eine Gastprofessur an der Lund Universität in Schweden inne. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den Verbindungen zwischen Gender und Migration im zeitgenössischen Islam. Ihr besonderes Interesse liegt dabei auf transnationale Verbindungen und Netzwerke muslimischer Frauen zwischen Europa und dem Nahen Osten. Prof. Dr. Shanneik unternahm dabei ethnographische Forschung in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens (Iran, Kuwait, Bahrain und Jordanien) und Europas (Deutschland, Großbritannien und Schweden).

Kontakt: Prof. Dr. Yafa Shanneik, yafa.shanneik@ctr.lu.se