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Einzigartig

#einzigartig – Highlights aus den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Würzburg

Im Mittelpunkt jeder Veranstaltung stehen singuläre Objekte aus dem Bestand der Universitätsbibliothek, darunter jeweils eine spektakuläre Neuerwerbung aus den vergangenen Jahren. In vier thematisch ausgerichteten Veranstaltungen haben Sie die einmalige Gelegenheit, diese kostbaren Stücke ganz aus der Nähe zu betrachten.

Die Führungen finden im Lesesaal Sondersammlungen in der Zentralbibliothek am Hubland statt.

Treffpunkt ist im Foyer der Zentralbibliothek.

Die Anmeldung zu den einzelnen Führungen wird jeweils 14 Tage vor dem Termin freigeschaltet.

Goldene Gebete in prächtigen Stundenbüchern

Sonntag, 18.09.2022, 14:00 - 15:30 Uhr

Aufgeladen mit goldener Pracht waren manche Bücher für die täglichen Gebetszeiten Kostbarkeiten ersten Ranges und wahre Luxusobjekte. Wie wurden die Stundenbücher benutzt? Wie kommt es, dass die besten und namhaftesten Künstler ihrer Zeit an Ausschmückung und Illustration beteiligt waren und die Stundenbücher so zu den teuersten Büchern gemacht haben?
Wir zeigen Ihnen kunstvoll verzierte Bücher für die Gebetszeiten Würzburger Geistlicher, die vor 550 Jahren gedruckt wurden, und Faksimiles von zwei berühmten und exklusiven Stundenbüchern der Maria Stuart. Abschließend geben wir einen Ausblick auf Nachahmungen aus dem 19. Jahrhundert und das Stundengebet heute.

Ein Spiel mit dem Feuer – Die Wirkmacht von Bildern und Texten am Beispiel der Brevis Notitia des Ebracher Abtes Wilhelm Sölner

Donnerstag, 27.10.2022, 18:00 - 19:30 Uhr

Der publizistische Einsatz von Wort und Bild zur gezielten Inszenierung ist keine Erfindung der Gegenwart. Im Rahmen der Veranstaltung wird anhand von mehreren Objekten aus den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Würzburg illustriert, welche Bedeutung diesem Phänomen schon im 18. Jahrhundert zukam. Konkreter Ansatzpunkt ist ein unlängst erworbenes Exemplar der zweiten Auflage der Brevis Notitia (d.h. kurze Geschichte) des Zisterzienserklosters Ebrach. Die von Abt Wilhelm Sölner veröffentlichte Schrift sollte - entgegen der Interessen der Würzburger Fürstbischöfe - als repräsentatives Beweismittel der Ebracher Ansprüche auf die Reichsunmittelbarkeit dienen. Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn bezeichnete das Schriftstück gar als „das größte Schandwerk“ und ließ die Erstauflage in Würzburg öffentlich verbrennen. Ein Exemplar dieser seltenen und mit etlichen Kupferstichen der Klosteranlage und Amtsschlösser ausgeschmückten Auflage wird ebenfalls in der Führung vorgestellt werden. Druck und Verbrennung der Erstauflage stehen am Beginn der weiteren Rezeption des Werks und markieren den Anfang einer spannungsgeladenen Episode der regionalen Publikationsgeschichte, die es im Rahmen der Führung zu ergründen gilt.

Zur Anmeldung (ab 13.10.2022)

Wie doch die Zeit vergeht – Kalender und ihre Geschichte(n)

Donnerstag, 17.11.2022, 18:00 - 19:30 Uhr

Ob Wandkalender, Schreibkalender, Tischkalender oder Kalender zum Abreißen: Seit Jahrhunderten werden Kalender produziert, verbreitet und genutzt. Auch heute haben Kalender in vielen Familien ihren festen Platz und jeder findet in der immensen Anzahl der produzierten Kalender sicherlich seinen Liebling, denn vom Pferde- über den Mond- bis hin zum Fränkischen Weinfestkalender gibt es so gut wie für jedes Motiv, jedes Thema einen eigenen Kalender.
Bestaunen Sie in dieser Veranstaltung die verschiedensten Kalender in unterschiedlichen Formaten: Wir zeigen Ihnen wertvolle Einblatt- und Wappenkalender der Renaissance, Volkskalender, Staatskalender und unseren jüngsten Neuzugang, das 2020 erworbene „Wirzburgische Staatskalenderlein“ für das Jahr 1783, das allein aufgrund seines extremen Kleinformats ein besonders spektakuläres Kalenderbeispiel ist.

Zur Anmeldung (ab 03.11.2022)

„Wer schreibt, der bleibt“ – die bunte Welt der Würzburger Fries-Chronik(en) ganz nah

Donnerstag, 8.12.2022, 18:00 - 19:30 Uhr

Lorenz Fries, Sekretär, Archivar und Rat von drei Würzburger Fürstbischöfen, gilt als der bedeutendste fränkische Geschichtsschreiber des 16. Jahrhunderts. Unser Bild vom Mittelalter in und um Würzburg ist noch heute geprägt von seinem Hauptwerk, der Bischofschronik, mit ihren vielen pittoresken Illustrationen.

Doch gibt es die eine "Fries-Chronik" überhaupt? Bis in die jüngste Vergangenheit wurde sie in den unterschiedlichsten Versionen fortgeführt, verkürzt, neu komponiert, illuminiert, nachgedruckt, um- und überschrieben. Wie breit der Traditionsstrom war, macht eine erst kürzlich im Antiquariatshandel aufgespürte Bilder-Handschrift aus der Mitte des 18. Jahrhunderts deutlich: Obwohl der Chronik-Text schon längst im Druck erschienen war, gehörte es für den, der etwas im Hochstift gelten wollte, damals weiter zum guten Ton, eine handgeschriebene Chronik in traditioneller Form zu besitzen.

Tauchen Sie mit uns in dieser Veranstaltung ein in die vielen Chronik-Versionen der UB, in dramatische Episoden aus der Würzburger Geschichte, bestaunen Sie erstmals öffentlich unsere neu erworbene Handschrift und freuen Sie sich auf ein virtuelles Erlebnis aus Würzburgs Geschichte am Ende der Veranstaltung.

Zur Anmeldung (ab 24.11.2022)