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    Studierende wollen mehr Geld vom Freistaat

    14.01.2008

    In einer Petition an den Bayerischen Landtag hat die Studierendenvertretung der Universität Würzburg mehr Mittel für den Bauunterhalt gefordert. Viele Gebäude seien dringend renovierungsbedürftig; zusätzlich reichten die vorhandenen Bauten nicht dafür aus, die aktuelle Zahl der Studierenden angemessen zu betreuen, kritisieren die Studierenden in ihrem Schreiben. Die Hochschulleitung unterstützt diese Petition.

    Baufällige Treppe am Hubland (Foto Hanka)

    Mehr Geld für den Bauunterhalt fordern Würzburgs Studierende vom Freistaat. Schließlich seien zahlreiche Gebäude in schlechtem Zustand. (Foto: Andreas Hanka)

    Auf 12.000 Studierende ist die Universität von den ursprünglichen Plänen her ausgelegt; dem entsprechend verfügt sie über Hörsäle, Seminarräume und Labors. Dass inzwischen mehr als 20.000 Studierende eingeschrieben sind, hat nicht dazu geführt, dass die Uni in gleichem Maße mehr Gebäude, mehr nutzbare Flächen erhalten hätte. Kein Wunder, dass die Studierendenvertretung in ihrer Petition zu dem Schluss kommt: „Die bestehenden Gebäude sind bei weitem nicht ausreichend, um die aktuelle Zahl der Studierenden angemessen betreuen zu können“.

    Verschärfen wird sich diese Situation nach Ansicht des Vorsitzenden des Sprecher- und Sprecherinnenrates, Andreas Hanka, spätestens im Jahr 2011, wenn doppelte Abiturjahrgänge an die Hochschulen drängen. Rund 100.000 Quadratmeter zusätzlicher Fläche benötigt die Universität nach eigenen Berechnungen bis dahin, um die Qualität von Forschung und Lehre aufrecht erhalten zu können. Zwei kürzlich vom Landtag genehmigte zusätzliche Gebäude betrachtet Hanka in diesem Zusammenhang lediglich als „Tropfen auf den heißen Stein“. Er fordert deshalb „eine konsequente und vor allem rechtzeitige Umsetzung der Pläne rund um die Leighton Barracks“.

    Was den Studierendenvertretern ebenfalls Sorgen macht, ist der teilweise schlechte Zustand vieler Universitätsgebäude. So seien Dächer undicht, Fenster marode, Gebäude und Plätze schadhaft, die Technik verschlissen. Die Ursache dafür liege auf der Hand: „Von den Mitteln für den Bauunterhalt, die beim Wissenschaftsministerium beantragt worden sind, wurden über Jahre hinweg nur Bruchteile bewilligt“, heißt es in der Petition. Eine Sparpolitik mit negativem Effekt: Weil mit der Zeit die Schäden an den Gebäuden immer größer würden, bliebe teilweise am Ende keine andere Wahl als Abriss und Neubau – was den Staat letztendlich mehr koste als eine regelmäßige Sanierung.

    Für die Studierendenvertreter liegt die Lösung dieses Problems auf der Hand: „Aus unserer Sicht müssen die Mittel für den Bauunterhalt der Universität dringend erhöht werden.“ Auch sollten vom Landtag – in Zeiten eines ausgeglichenen Haushaltes – dringend notwendige Investitionen in neue Gebäude „nochmals in Betracht gezogen werden“.

    Unterstützung findet die Forderung der Studierenden bei der Hochschulleitung der Uni Würzburg: „Bayern investiert bereits mehr Geld in den Ausbau seiner Hochschulen. Es muss aber noch wesentlich mehr investiert werden, wenn der Hochschulstandort Bayern auch in Zukunft sehr gute Lehre anbieten will, und die Forschung international wettbewerbsfähig sein soll“, sagt Universitätspräsident Axel Haase. Mit dem Abzug der Amerikaner aus den Leighton Barracks biete sich in diesem Zusammenhang eine einmalige Chance: „Dort hat der Freistaat die Möglichkeit, der Universität in kürzester Zeit und zu vergleichsweise günstigen Preisen die dringend benötigten Erweiterungsflächen zur Verfügung zu stellen“, so Haase. Eine Erweiterung, die kommen muss, damit auch in Zukunft Jeder, der studieren möchte, dies tun kann.

    Mehr Infos zur Petition gibt es hier: www.stuv.uni-wuerzburg.de/petition

    Von Gunnar Bartsch

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