Räumlich-sachliche Abgrenzung
Sammelgebiet ist Literatur über Franken, unabhängig vom Erscheinungsort. Zum Teil deckt sich dies mit Literatur, die in Franken erscheint - jedoch ist selbstverständlich nicht alle Literatur mit Erscheinungsort in Franken ein Franconicum.
Schwerpunkt des Bestandes ist Literatur über Unterfranken, die möglichst vollständig gesammelt werden soll. Zu Unterfranken zählen hier der heutige Regierungsbezirk Unterfranken, historisch betrachtet auch der Bereich des früheren Hochstifts Würzburgs sowie die historischen Verflechtungsräume in Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen. Vollständigkeit wird auch bei Literatur über Gesamt-Franken sowie zum Fränkischen Reichskreis insgesamt angestrebt (die Abgrenzungen, die für die Unterfränkische Bibliographie gelten, bestimmen somit die Zusammensetzung des Bestandes).
Darüber hinaus wird Literatur über Mittel- und Oberfranken erworben, jedoch nicht in dieser Intensität - gesammelt werden im wesentlichen Verlagspublikationen, Veröffentlichungen wissenschaftlicher Vereinigungen und überwiegend wissenschaftliche Literatur; der Bereich der grauen Literatur wäre angesichts der heutigen Publikationsfülle aus Personal- und Platzgründen nicht mehr zu bewältigen, er wird zudem durch die für das regionale Pflichtstück zuständigen Bibliotheken in Bamberg und Erlangen abgedeckt, die auch die regionalen Bibliographien erstellen.
Geschichte des Bestandes
Bereits die frühesten Erwerbungen der Universitätsbibliothek im 17.Jahrhundert enthielten Franconica. Systematisch gepflegt wird der Bestand spätestens seit 200 Jahren, als der damalige Bibliothekar Johann Michael Feder eine eigene Systematik stellte, die noch heute für die Magazinaufstellung Anwendung findet. Ein Beitrag im Handbuch der Historischen Buchbestände beschreibt die Geschichte des Bestandes vgl. Literatur
Material
Gesammelt wird für Unterfranken (und Gesamt-Franken) unabhängig von der Erscheinungsweise, d.h. die Bandbreite reicht vom wissenschaftlichen Handbuch bis zur Belletristik und zu kleinen Publikationen von Institutionen oder Privatpersonen.
Für Ober- und Mittelfranken werden überwiegend Verlagspublikationen und wissenschaftliche Literatur beschafft.
In zunehmendem Maße finden auch elektronische Medien u.ä. Eingang in den Bestand.