Sondersammlungen: FAQs

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Was muss ich tun, wenn ich eine Handschrift, Inkunabel oder andere wertvolle Materialien einsehen möchte?


Wertvolle Sondermaterialien werden in besonderen Magazinen aufbewahrt und unterliegen speziellen Benutzungsauflagen. Um längere Wartezeiten oder gar einen ergebnislosen Besuch zu vermeiden, wenden Sie sich bitte vorab telefonisch (0931/31-85963) oder per E-Mail (handschriften@bibliothek.uni-wuerzburg.de) an die Abteilung Handschriften und Alte Drucke. Wir teilen Ihnen dann gerne mit, wie Sie das gewünschte Medium bestellen bzw. zu welchen Bedingungen es einsehbar ist.

Wie kann ich meinen Besuch im Lesesaal Sondersammlungen optimal vorbereiten?


Falls Sie bereits alle nötigen Angaben zum gewünschten Medium besitzen (z.B. Verfasser, Titel oder Signatur), teilen Sie uns ihren Benutzungswunsch doch bitte vorab telefonisch (31-85963) oder per E-Mail (handschriften@bibliothek.uni-wuerzburg.de, landeskunde@bibliothek.uni-wuerzburg.de) mit. Sie ersparen sich damit unnötige Wartezeiten oder gar einen ergebnislosen Besuch.

Für die Benutzung unseres Bestandes ist in vielen Fällen ein spezieller Benutzungsantrag erforderlich, der bei Ihrem Besuch vollständig ausgefüllt zusammen mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass vorgelegt und vom Leiter der Abteilung genehmigt werden muss. 

Falls Sie noch nicht genau wissen, was Sie benötigen, oder wenn Sie Hilfestellung bei Ihrer Recherche benötigen, wenden Sie sich an die Mitarbeiter im Lesesaal Sondersammlungen. Beachten Sie dabei auch, dass nur ein Teil unseres Sonderbestandes im Online-Katalog der UB Würzburg erschlossen und für viele unserer Bestände eine Katalogrecherche vor Ort erforderlich ist.

Bitte denken Sie vor dem Besuch unseres Lesesaales daran, dass Jacken und Taschen (auch Laptop-Taschen!) im Garderobenbereich im Erdgeschoss einzuschließen sind. Sie erhalten für den Transport Ihres Arbeitsmaterials durchsichtige Plastiktüten an der Leihstelle im Erdgeschoss.

Wie kann ich am besten Kopien, Fotos, Scans bestellen?


Die Mehrzahl der Medien, die Ihnen im Lesesaal Sondersammlungen zur Verfügung gestellt werden, unterliegen einem Kopierverbot. Sie können für diese Medien jedoch einen Reproduktionsauftrag erteilen, den unser Fachpersonal gerne für Sie ausführt. Beachten Sie bitte, dass aus konservatorischen Gründen nicht jede Form der Reproduktion in jedem Fall möglich ist bzw. einzelne Medien unter Umständen nicht reproduziert werden können.

Bei Fernleihbestellungen legt zwingend die gebende Bibliothek fest, ob und wie Kopien angefertigt werden können. Sollten Sie Reproduktionswünsche haben, die von der gebenden Bibliothek ausgeschlossen wurden, müssen Sie sich direkt mit der Bibliothek, die Ihnen das Buch zur Verfügung gestellt hat, in Verbindung setzen.

Für die Bestellung von Reproduktionen verwenden Sie bitte unser Auftragsformular für Reproarbeiten.

Ich möchte etwas aus Ihren Sonderbeständen in einer Veröffentlichung verwenden. Was muss ich beachten?


Die Allgemeine Benützungsordnung der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken (§§ 9, 25) sieht vor: Für die bildliche Wiedergabe von Sonderbeständen müssen Sie vor der Publikation die schriftliche Genehmigung der Bibliothek einholen. Die benutzten Materialien sind mit Herkunftsnachweis und Signatur zu publizieren. Ein Belegexemplar ist der Bibliothek kostenlos zu überlassen.

Die Reproduktionsgenehmigung ist gemäß Bayerischem Kostenverzeichnis in der Regel entgeltpflichtig (gestaffelt nach Art und Umfang der Reproduktion, Mindestgebühr EUR 12,50).
Bei Verlagspublikationen und gewerblichem Veröffentlichungszweck wird ein Nutzungsvertrag abgeschlossen, der Verwendungsrechte, Zitierkonventionen und an die Bibliothek zu entrichtende Entgelte regelt.

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Veröffentlichungsplänen vorab schriftlich an uns: handschriften@bibliothek.uni-wuerzburg.de bzw. landeskunde@bibliothek.uni-wuerzburg.de

Ich habe bei mir zu Hause mehrere ältere Bücher, über die ich gern mehr erfahren würde. An wen kann ich mich wenden?


Sie können sich mit Fragen zu historischen Büchern gerne an die Abteilung Handschriften und Alte Drucke wenden. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass solche Dienstleistungen nicht zu unseren Aufgaben im engeren Sinn gehören und deshalb in Umfang und Tiefe nur begrenzt erbracht werden können. Unbedingt erforderlich ist eine Anmeldung per Telefon (0931/31-85963) oder per E-Mail (handschriften@bibliothek.uni-wuerzburg.de). Nur dann können wir uns Ihrem Anliegen wirklich widmen.

Wir nehmen grundsätzlich keine Preis- und Werteinschätzungen (z.B. für Versicherungen, bei Verkaufsabsicht an Dritte etc.) vor. Wir können Sie aber auf entsprechende Auskunftsmittel hinweisen, in denen Sie selbst recherchieren können. Gleichermaßen erstellen wir keine schriftlichen buchkundlichen Expertisen.

Kann ich Bücher, die im Lesesaal Sondersammlungen für mich bereit liegen, kopieren?


In der Regel unterliegen alle Bücher, die Ihnen im Lesesaal Sondersammlungen zur Verfügung gestellt werden, einem Kopierverbot. Sie können für diese Medien jedoch einen Reproduktionsauftrag erteilen, den unser Fachpersonal z.B. mit besonderen Aufsichtscannern gerne für Sie ausführt. Beachten Sie jedoch, dass aus konservatorischen Gründen nicht jede Form der Reproduktion immer möglich ist bzw. einzelne Medien unter Umständen gar nicht reproduziert werden können. Für die Bestellung verwenden Sie bitte unser Auftragsformular für Reproarbeiten.

Bei Medien, die Sie über die Fernleihe erhalten, legt die Bibliothek, die das Buch bereit stellt, die Reproduktionsbedingungen fest. Wir haben keinen Einfluss auf diese Vorgaben. Sollten Sie Reproduktionswünsche haben, die von der gebenden Bibliothek ausgeschlossen wurden, müssen Sie sich direkt mit der Bibliothek, die Ihnen das Buch zur Verfügung gestellt hat, in Verbindung setzen. 

Ich arbeite häufig mit Sonderbeständen. Welche Informationsmittel gibt es eigentlich in diesem Bereich?


Informationsmittel rund um das Thema „Altes Buch, Nachlässe und Sonderbestände“ finden Sie in unserem Datenbankinformationssystem DBIS unter der gleichnamigen Rubrik zusammengefasst: Altes Buch, Nachlässe und Sonderbestände.

Für jeden dieser Bereiche finden Sie unter der Überschrift Top-Datenbanken die wichtigsten Rechercheinstrumente aufgelistet.

Die Bestände einzelner Bibliotheken finden Sie in den Katalogen der jeweiligen Institution erschlossen.

Für die Recherche nach „Alten Drucken (1501 – 1800)“ existieren neben Bibliothekskatalogen verschiedene Datenbanken, die Ihnen eine Suche über lokale Bestände hinaus ermöglichen:

Drucke des 16. Jahrhunderts aus dem deutschen Sprachraum: VD 16
Drucke des 17. Jahrhunderts aus dem deutschen Sprachraum: VD 17
Italienische Drucke des 16. Jahrhunderts: EDIT 16
Englischen Drucke 1483 – 1800: ESTC

Inkunabeln finden Sie bibliotheksübergreifend bibliothekarisch erschlossen im Gesamtkatalog der Wiegendrucke und in INKA. Den Inkunabelkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek in München finden Sie unter BSB-Ink.

Handschriften sind in der Regel nur in den Handschriftenkatalogen der besitzenden Bibliotheken nachgewiesen. Sie finden die wichtigsten europäischen und einige außereuropäische Handschriftenkataloge in gedruckter Form im Lesesaal Sondersammlungen in der Signaturgruppe 30/Hbh VII. Als bibliotheksübergreifendes Online-Rechercheinstrument können Sie für den deutschsprachigen Raum Manuscripta Mediaevalia nutzen. Eine überregionale Recherche nach Materialien aus Nachlässen ist über das Portal Kalliope und die Zentrale Datenbank Nachlässe möglich.

Kann ich im Lesesaal Sondersammlungen mit meinem Laptop arbeiten?


Im Lesesaal Sondersammlungen stehen Ihnen 16 Laptop-Arbeitsplätze zur Verfügung. Bitte schließen Sie Ihre Laptop-Taschen in die Garderobenfächer im Erdgeschoss ein!

Ich möchte mit einem Seminar/einer Gruppe gerne die Sondersammlungen besuchen. Ist dies möglich?


Wir bieten im Rahmen unserer personellen und terminlichen Möglichkeiten Veranstaltungen zu unseren Sonderbeständen in verschiedener inhaltlicher Ausrichtung und Tiefe für angemeldete Gruppen an. Bitte wenden Sie sich bei Interesse direkt an die Abteilung Handschriften und Alte Drucke (Telefon: 0931/31-85963; E-Mail: handschriften@bibliothek.uni-wuerzburg.de) oder an die Abteilung Fränkische Landeskunde (Telefon: 0931/31-85914; E-Mail: landeskunde@bibliothek.uni-wuerzburg.de).

Gerne stellen wir Ihnen in unseren Räumen auch Originale, deren konservatorischer Zustand dies erlaubt, als Anschauungsmaterial im Rahmen einer Seminarsitzung zur Verfügung. Bitte richten Sie auch in diesem Fall Ihre Anfrage an die Abteilung Handschriften und Alte Drucke.

Im Rahmen der Reihe „Bibliothek für alle“ finden an jedem zweiten Freitag im Monat um 16:30 Führungen mit wechselnden Schwerpunkten in der Universitätsbibliothek statt. Informieren Sie sich über Veranstaltungen der Abteilung Handschriften und Alte Drucke und der Abteilung Fränkische Landeskunde auf unserer Homepage: Veranstaltungen der Universitätsbibliothek.

Wie finde ich Literatur zu unterfränkischen Themen?


Bei der Suche nach Literatur zu unterfränkischen Themen ist folgende Reihenfolge bei der Recherche empfohlen:

  1. Suche im Katalog der UBKatalog der Universitätsbibliothek Würzburg: Der gesamte Monographienbestand der Abteilung fränkische Landeskunde ist im Online-Katalog enthalten
  2. Suche in der Bayerischen Bibliographie: Literatur ab 1988ff. und für die Jahre 1945-1961
  3. Suche in der Unterfränkischen Bibliographie 1962-1987 (Datenbank unter Franconica online)
  4. Suche in der Fränkischen Bibliographie (gedruckte Ausgabe) für die Zeit vor 1945  (im Lesesaal: 20/NZ 90330 V11-3)

Detaillierte Benutzungshinweise zu den einzelnen Bibliographien finden Sie hier.  Wenn Sie Hilfe benötigen, nehmen Sie Kontakt  mit uns auf!

Im Bestand der Fränkischen Landeskunde gibt es häufig mehrere Exemplare eines Werkes. Welches Exemplar soll man benutzen?

  • Benutzen Sie primär die Exemplare im Lesesaal (z.B. bei 20/NZ…) – diese Exemplare sind schnell und bequem und zu den gesamten Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek zugänglich!
  • Mehrere Exemplare eines Buches kann es geben:

    • bei Büchern mit hoher Benutzungserwartung
    • bei Büchern, von denen wir ein Archivexemplar im Bestand halten müssen, zugleich aber größeres und aktuelles Benutzerinteresse zu erwarten ist.

  • Mehrfachexemplare können an unterschiedlichen Standorten stehen (z.B. nur im Magazin, in Magazin und Lesesaal, in Lesesaal und Lehrbuchsammlung).
  • Benutzen Sie nach Möglichkeit bei Mehrfachexemplaren nicht die Exemplare, in deren Signatur die Bemerkung [Archiv-Ex.] steht.  Dieses Exemplar soll auf Dauer und für künftige Generationen erhalten werden und vor Verlust und Verschleiß geschützt werden.
  • Nähere Informationen im Katalog liefern Ihnen der sog. Status sowie ein Klick auf den sog. Wegweiser.
  • Bitte beachten Sie, dass aus technischen Gründen das sofort benutzbare Lesesaal-Exemplar im Katalog auch an zweiter Stelle nach dem Archivexemplar aufgelistet sein kann.
  • Gibt es nur ein Archivexemplar eines Titels, kann dieses im Lesesaal oder in besonderen Fällen im Lesesaal Sondersammlungen benutzt werden.