Fries-Chronik

Lorenz Fries: Chronik der Bischöfe von Würzburg : Die Prachthandschrift des Fürstbischofs Julius Echter als Multimedia-DVD Systemanforderungen: Windows ME/2000/XP, Pentium 1 GHz-Prozessor, 256 MB Arbeitsspeicher, 650 MB Festplattenplatz, 2xSpeed-DVD-ROM-Laufwerk; für die Überblendtechnik: 3D-Graphikkarte mit aktuellem DirectX/OpenGL-Treiber Erhältlich zum Preis von EUR 8,90,- im Online-Shop oder direkt in der Universitätsbibliothek Würzburg, Am Hubland, 97074 Würzburg, Tel. 0931/31-85945.

Die Multimedia-DVD entstand aus einem Gemeinschaftsprojekt der Universität Würzburg unter Federführung der Abteilung Handschriften und Alte Drucke der Universitätsbibliothek (Dr. Hans-Günter Schmidt) und des Lehrstuhls für Informatik II (Prof. Dr. Jürgen Albert). Unterstützt wurden sie dabei maßgeblich vom Rechenzentrum der Universität, ferner vom Zentrum für Sprachen und Mediendidaktik, von Germanisten, Historikern und Musikwissenschaftlern; auch aus Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2004 erwuchsen Beiträge.

  • Über 330 vergrößerbare Faksimile-Scans ermöglichen das Studium der Handschrift in bislang nicht dagewesener Bildqualität.
  • 3D-Animationen lassen den Betrachter virtuell im Buch blättern und vermitteln einen lebendigen Eindruck der Handschrift.
  • Die Texte der Chronik werden in Transkription (d.h. Übertragung in unsere heutige Schrift) angeboten, die mit den Faksimile-Scans der Seiten überblendbar sind. Wer sich in die alte Schrift und ihre Besonderheiten vertiefen will, findet in der Überblendtechnik eine wertvolle Hilfe.
  • Eine "neue" Textversion liefert eine knappe Übersetzung in heutiges Deutsch. Wer Schwierigkeiten mit dem Frühneuhochdeutschen des Lorenz Fries hat, kann sich hier problemlos informieren.
  • Hörproben in alt-, mittel und frühneuhochdeutscher Sprache lassen nicht nur die Sprache der Fries-Chronik selbst nach 450 Jahren wieder akustisch Gestalt annehmen, sondern auch die noch älteren Quellen, die Fries für seine Chronik verarbeitet hat. Was oft im Schriftbild fremd erscheint, wird gelesen verständlicher.
  • Weiteres Text-, Bild- und Musikmaterial zur Geschichte Würzburgs, ein Glossar der Fachbegriffe und ein Literaturverzeichnis ergänzen die Chronik und bieten Ansatzpunkte für vertiefende Studien. Eigene Notizen, Markierungen, Lesezeichen können problemlos eingefügt werden.
  • Alle Texte sind fehlertolerant durchsuchbar. Schreibfehler und Schreibvarianten werden mitabgesucht und dem Benutzer zur Auswahl angeboten.

Die DVD-Version beschränkt sich dabei inhaltlich auf 7 Episoden, die von ausschlaggebender Bedeutung für die Entwicklungsgeschichte von Stadt und Hochstift Würzburg im Mittelalter waren:

  • Von der Christianisierung des Maingebietes bis zur Gründung des Bistums Würzburg 742 und in die Zeit Karls des Großen
  • Der Investiturstreit in Würzburg - der Konflikt zwischen Kaiser und Papst um die Besetzung der Bischofsstühle im 11. und frühen 12. Jahrhundert
  • Die Stauferzeit - Würzburg als "heimliche Hauptstadt" des Reiches, Ort vieler Reichstage und Schauplatz erbitterter territorialpolitischer Auseinandersetzungen
  • Der Würzburger Städtekrieg und die Schlacht von Bergtheim 1400 der Kampf zwischen Bischof und Bürgerschaft um die Stadtherrschaft
  • Die "Erstgründung" der Universität Würzburg 1402
  • Der Pfeifer von Niklashausen 1476 - eine sozialrevolutionäre Bewegung des Spätmittelalters
  • Der Bauernkrieg im Hochstift Würzburg 1525 - der Aufstand des "gemeinen Mannes"

Diese Fülle an digitalen Werkzeugen und Informationen fordert allerdings ihren Tribut: um alle Möglichkeiten voll nutzen zu können, braucht man einen leistungsstarken aktuellen PC mit 1GHz-Prozessor, 256 MB Arbeitsspeicher und mindestens 650 MB Festplattenspeicher.